Meine Philosophie



Ein Hund ist kein Mensch auf vier Beinen.


Er denkt nicht wie wir, empfindet nicht wie wir und trifft seine Entscheidungen nicht nach menschlichen Maßstäben. Trotzdem erwarten


viele Menschen genau das von ihrem Hund. Sie lieben ihn wie ein Familienmitglied, behandeln ihn jedoch oft so, als müsse er menschliche


Werte, Gefühle und Regeln von selbst verstehen.


Der häufigste Grund für Missverständnisse zwischen Mensch und Hund ist deshalb nicht mangelnde Liebe, sondern mangelndes


Verständnis für die Natur des Hundes.


Wer seinen Hund verstehen möchte, sollte sich nicht nur mit seiner Rasse beschäftigen, sondern auch mit seiner genetischen Herkunft,


seinen natürlichen Verhaltensweisen und seiner individuellen Persönlichkeit.


Erst wenn wir den Hund als Hund akzeptieren, können wir beginnen, wirklich miteinander zu kommunizieren.


Meine Aufgabe


Ich trainiere keine Hunde, ich helfe Menschen dabei, ihren Hund zu verstehen.


Denn nahezu jedes Verhalten hat einen Grund. Wenn wir diesen Grund erkennen, können wir gemeinsam Lösungen entwickeln, die fair,


verständlich und dauerhaft sind.


Mein Grundsatz


Mein Hund darf nahezu alles, aber nicht ohne mich zu fragen.


Das steht nicht für eine strenge Kontrolle, es beschreibt Vertrauen, Orientierung und gegenseitigen Respekt.


Ein Hund braucht keine permanente Bevormundung, aber er braucht einen Menschen, an dem er sich orientieren kann.


Was ich in den ersten Minuten beobachte


Innerhalb weniger Minuten erkenne ich häufig, wie die Beziehung zwischen Mensch und Hund aufgebaut ist.


Mich interessiert dabei nicht zuerst das Problemverhalte, mich interessiert die Frage:


Hat der Hund den Wunsch, mit seinem Menschen zusammenzuarbeiten?


Fehlt diese Bereitschaft, liegt die Ursache häufig nicht im Hund selbst, sondern in der Kommunikation zwischen beiden.


Was ist für mich ein guter Hund?


Ich vermeide diesen Begriff eigentlich.


“Hund” und “gut” werden oft mit menschlicher Moral verbunden.


Ein Hund kennt weder Gut noch Böse nach unseren Regeln.


Für mich ist ein Hund dann ausgeglichen, wenn er seinen Platz im gemeinsamen Lebensraum findet, seinen Menschen respektiert und


sich sicher orientieren kann. Jedoch gilt:


Nicht jeder Hund muss jeden anderen Hund lieben.


Aber jeder Hund sollte lernen, seinen Menschen als verlässlichen Partner wahrzunehmen.


Der häufigste Fehler


Viele Menschen handeln ihrem Hund hinterher.


Sie wiederholen Signale.


Sie korrigieren zu spät.


Sie erklären zu viel.


Sie geben dem Hund keine Zeit,  eine Situation zu prüfen und selbst die richtige Entscheidung zu treffen.


Doch genau in diesem Moment beginnt Lernen.


Manchmal entsteht Fortschritt nicht dadurch, dass der Mensch mehr macht, sondern dadurch, dass er lernt, im richtigen Moment nichts zu tun.